Sonntag, 5. April 2009

Gestern warf mich meine Frau raus. Grund? 11 tolle Mädels machten einen "PrachtMädchenAbend" mit Schminke und Pinke. So las ich mal wieder in "Emergi

ng Church" von Dan Kimball. Hatte ne dichte Zeit mit Gott. Verzweiflung und Vorfreude. Saß in der Einkaufsstraße. Sah mir die Leute an, die an mir vorbei zogen und betete. So drängend stand die Frage vor mir: "Wie erreichen wir die Menschen? Interessieren sie sich für den Glauben? Wollen sie einen Gott? Wenn Kirche ihnen schon nichts sagt, is ein Jesus für sie dann ok? Was ist der Schlüssel in ihr Leben?" Mir schien, als ob alle Konzepte und Ansätze nix bringen. Die Frage nach dem gnädigen Gott isses doch nich. Die Frage nach der Wahrheit vielleicht? So las ich wieder mal "Emerging Church". Dufte Buch!! Anregende Gedanken. Notizen beim Lesen:

(1) Predigtreihe starten. Thema irgendwas mit Reise und Ziel. Wir sind als Kirche hier auf dem Weg. Bei einem Druckportal zu jeder Predigt 100 Postkarte drucken. Bekommt dann jeder Sonntag für Sonntag mit nach Hause. Hängen auch in der Kirche und beschreiben unser Programm. Da sind wir gemeinsam auf dem Weg. Da waren wir schon. Da wollen wir hin.
(2) Was machen die vielen Jugendlichen abends hier in Z? Sie gehen einkaufen und gehen dann mit Freunden zum Grill. Viel Alk. Viele junge Päarchen. Oft mit Kind. Einer sagte hinter mir: "Ey, wir müssen morgen wieder was zusammen machen!" Wie kann man sich in diese Kreise einklinken?
(3) Jetzt ist Kirchengeschichte. Gott hat jetzt noch was vor mit uns. Welches Kapitel der Kirchengeschichte ist aktuell aufgeschlagen? Was sagen andere später über uns?
(4) Apostelgeschichte 1 und Lukas 1. Jeweils die ersten 4 Einleitungsverse. Was sind die Geschichten, die unter uns geschehen sind? Was erleben wir hier mit Jesus gerade? Wie können wir es den Menschen erzählen?
(5) Will mal Fotos machen von Zerbst.
(6) Jetzt ist es meine Aufgabe, herauszufinden, wie man die Menschen in Z mit Jesus zusammen bringen kann.
(7) Wie sollen wir denn leben????????????????

3 Kommentare:

bmk hat gesagt…

Hi dj

Ich glaub, ich weiß, was Du meinst.
Oft denke ich "dass ist es nicht" oder "so geht es nicht".
Aber ohne Alternative will ich auch nicht meckern... so bleibt die Frage, was bringt die Leute zu Gott?

Mein KG Prof hat neulich in einem anderen Zusammenhang etwas interessantes dazu gesagt:
In einer Zeit, wenn plötzlich ein Tsunami mehrere hundert tausend Menschen tötet, wenn Amokläufer wahllos Menschen erschießen, verzweifeln die Menschen daran, verlieren die Hoffung und fragen, ob es da überhaupt noch einen Sinn gibt. Christen müssen eine gute (!) Antwort darauf haben und kommunizieren.

Vielleicht heißt das, Wege aus der Verzweiflung bieten.

LG, Br. Manfred.
SEGEN!

bmk hat gesagt…

Noch ne Idee =)

Hab neulich in Latein aus Augustinus' confessiones übersetzt. Die Bücher sind ja sehr Bibelzitaten gefüllt.

Bin dabei über das Römerzitat gestolpert, dass der Glaube aus der Predigt kommt. Wie sollen sie aber hören ohne Prediger?

Hatte bisher ne Aversion gegen den Text, weil er sooo oft hier (in meinem Kontext) gebraucht wird. Aber eigentlich steckt darin ja ein gesunder Indikativ: Der Glaube kommt aus der Predigt.
Also "einfach" das Predigen nicht lassen =)
Predigen fasse ich schon größer als "nur" predigen auf. Zeitgemäßer Stil/Medien/etc..

Martin hat gesagt…

hallo bruder manfred
das is ein sehr wichtiger punkt. das griechische wort an dieser stelle "akoä" is wohl auch nicht nur mit "predigt" zu übersetzen. es heißt im weiten sinne "kundgabe/künden/ankündigen/kundgeben/davon reden/glaube kommunizieren u.s.w."

jede verständliche form der rede vom glauben im godi oder an der käsetheke wird in den menschen glauben wecken, wenn es doch auch heißt, dass das wort gottes glauben weckt (1. petr 1) und nie leer zurückkommt (wo steht das?)

danke, br m, für die idee!!

heute geht´s nach berlin. ostersonntag sind wir dann wieder in z. dicke liebe grüße auch von lise
martin